Der Spass mit Ubuntu

Der Clinch zwischen Debian und Ubuntu: eine Aufklärung.

Oder auch: Schlammschlachten im Debian-Lager.

Es begab sich zu einer Zeit, sovaldi da enstand eine (weitere) Bewegung innerhalb einer Linux-Distribution namens Debian GNU/Linux (Wikipedia-Artikel). Diese Bewegung war mit der aktuellen Lage der Distribution unzufrieden, help und wünschte sich, daran was zu ändern. Aus dieser Bewegung wurde letztendlich eine neue Distrubition, die sich Ubuntu Linux (Wikipedia-Artikel) nannte. Diese setzte sich vor allem mit der Unterstützung der Firma Canonical Ltd. des sogenannten „Weltraum-Touristen“ Mark Shuttleworth besser durch als andere Projekte und etablierte sich zu einer ernstzunehmenden Alternative. Die Hauptkritikpunkte der Ubuntu-Entwickler an Debian sind:

  • Eine schlechte Handlung von Releases: laut Ubuntu hat Debian das Problem, dass ein auf kompletter Freiwilligenarbeit basierender Verein sich schwer daran tut, zeitlich vorhersehbare und kontinuierliche Aktualisierungen der Distribution bereitzustellen.
  • Probleme mit der Aktualität: als Folge des Release-Problems besteht der Umstand, dass man relativ aktuelle Versionen von Software nur aus der als „unstabil“ klassifizierten Unterdistribution von Debian beziehen kann; hierzu jedoch bietet Debian wegen der Natur dieser Pakete keinen besonderen Sicherheitsaktualisierungen an; als Benutzer der unstabilen Distribution hat man also frühestens (eine entsprechend schnelle Handlung der für das Softwarepaket verantwortlichen Person vorausgesetzt) bei der nächsten Aktualisierung der Unterdistribution (zwischen neun und zehn Uhr deutscher Ortszeit) Zugriff auf eine sicherere Version.

Eine der Taktiken, wie Ubuntu versucht, einen solchen personellen Aufwand aufrecht zu erhalten, ist ein nicht wirklich neuer Ansatz in unserer Welt: man zahlt den Leuten genug Geld, dass sie sich hauptberuflich mit Ubuntu beschäftigen können. Man nimmt sich also ein oder zwei handvoll Entwickler von Debian, die bereit sind, sich von Canonical dazu engagieren zu lassen, ihre Zeit der Entwicklung des Ubuntu-Projektes zu widmen.

Dies scheint relativ gut zu funktionieren, und vor kurzem erst wurde der zweite Release von Ubuntu der Welt zur Verfügung gestellt; komplett mit kostenloser Zulieferung von kostenfreien gepressten Ubuntu-CDs – Linux für Jedermann, „ubuntu“, sozusagen.

»Das Wort Ubuntu kommt aus den Sprachen der Zulu und der Xhosa. Es steht für „Menschlichkeit“ und „Gemeinsinn“, aber auch für den Glauben an ein „universelles Band des Teilens, das alles Menschliche verbindet“.« (Wikipedia)

Nur gibt es bei der ganzen Geschichte ein Problem: Debian.
Oder, um es genauer zu fassen: nicht Debian im Allgemeinen, sondern Einzelpersonen aus den Reihen der Debian-Entwickler.

Diese fühlen sich offenbar davon verarscht, dass sie durch Ubuntu einfach „Leute verlieren“, und finden es einfach falsch, dass in ubuntu oft und schnell neue Versionen von Paketen erscheinen, welche in Debian schon seit einer Weile praktisch tot sind. Im allgemeinen baut sich eine ziemliche FUD-Athmosphäre bezüglich dieser neuen Distribution auf.

So bezeichnen manche diese Distribution regelmäßig als „JudasLinux“, und beschweren sich über die Integrität von Debian-Entwicklern, die scheinbar nur noch für Ubuntu leben, und sich nicht mehr für „das Projekt“ einsetzen. Man geht sogar so weit, dass man plant, über ein Generalresolution (natürlich bei Abstimmung unter allen Debian-Entwicklern) gezielt Leute, die sich nur noch mit Ubuntu beschäftigen, auszuschließen.

Im Endeffekt scheint es sich jedoch auf ein einziges Phänomen zu reduzieren: Futterneid. Zu den größten Meckerern zählen Menschen, die schon früher ähnliche Projekte versucht haben, jedoch daran scheiterten und/oder denen Ubuntu einfach zuvorgekommen ist. Dazu kommt noch, dass es nun auf einmal Leute gibt, die für das, was alle früher als Hobby gemacht haben, jetzt Geld bekommen – sie arbeiten dafür zwar auch mehr, aber sie bekommen Geld. Dies wiederum ist natürlich ein Dorne im Fleisch vieler alteingesessener, die nicht verstehen können, warum denn gerade der Paul Mustermann (mein Beileid an alle, die wirklich so heissen) jetzt für seine Arbeit Geld bekommt, und sich natürlich für viel besser als jener geeignet halten.

Und so endet es in einer großen Schlammschlacht in den Diskussionforen und sonstigeng Kommunikationskanälen, das Niveau gleicht der Argumente gleicht teilweise einer Runde hochintelligenter Kinder im Sandkasten. Natürlich fallen auch alles in allem ziemlich gültige Punkte, jedoch verschwimmen diese unter der großen Hetzwelle manch anderer. Alles in allem betrachtet will man, als Aussenstehender, nur noch den Kopf schütteln.

Das Fazit, was ich ziehe: Füße hochlegen und warten, was draus wird. Obwohl ich selber noch aktiver Nutzer von Debian bin, hat Ubuntu momentan scheinbar die besseren Karten. Mal sehen, ob ich skadi oder ob ich loki am Ende umrüsten muss.

Soziale Interaktion

Meine Probleme im Umgehen mit anderen Menschen.

Wo hier gerade ja überhaupt nichts steht, troche denke ich mir, stuff kann ich ja direkt mal was zum Blogtitel schreiben, pill nicht.

Nehmen wir uns das Thema Soziale Interaktion vor. Oder, noch etwas genauer: Interaktionen zwischen Menschen im Rahmen nicht-privater Beziehungen. Ja, ich kann lange Titel formulieren, wie man sieht.

Stellen wir uns vor, man geht hin und will etwas kaufen. In der heutigen Zeit gibt es zahllose Möglichkeiten, sich über das zu Informieren, was man denn so kaufen will. Man kann (im normalen Falle) auf die Webseite der Firma/Gesellschaft/Hassenichgesehn vorbeischauen, und da wird dann oft genug (gelegentlich sogar brauchbar) beschrieben, was man denn da so vor sich liegen hat. Desweiteren steht einem auch der Rest des Internet zur Verfügung, wenn man zu den Leuten gehört, die sich Sachen wie DooYoo geben. Dann kann man sich auch noch im Laden selber umschauen, denn irgendwo liegen die Sachen rum, und haben eine Packung, wo sogar was draufsteht.

Die Frage ist nur: muss man dabei immer direkt Menschen auf die Nerven gehen? So ungeheuer viele Leute heutzutage nehmen irgendetwas immer noch nicht für voll, wenn man es nicht von einem Menschen gehört hat. Sie lesen nicht in dem Material, was ihnen gegeben ist — sei es der Katalog, oder, wenn schau gekauft, die Anleitung — und suchen sich lieber das nächstebeste unwillige Opfer, um ihnen Fragen zu stellen.

Meinen Frust als Betroffener mag man vielleicht verstehen, wenn man schon öfters mal irgendwie Support gegeben hat, wobei mein persönlicher Frust aus den Erfahrungen in den diversen IRC-Channel, insbesondere #debian.de, stark geprägt ist.

Nur will ich natürlich selber auch nicht zu den Leuten gehören. Man sieht es selten (man widerlege mich bitte, sollte das nicht zutreffen), dass ich in irgendwelchen Läden oder sonstwo rumlaufe und sofort dem nächstbesten nichtsahnenden Mitarbeiter um den Hals falle, um ihn mit meinen Fragen von der Arbeit abzulenken. Ich hasse sowas. Immerhin möchte ich auch nicht plötzlich als das arme Opfer darstehen, welches von einem hirnlosen Rindvieh durch Fragen zu einem Gebilde ähnlich schweizer Käse verarbeitet wird.

Natürlich mag man jetzt argumentieren, dass die ganzen armen alten Menschen, welche ja von unserer sich ach so schnell fortschreitenden Welt mit all den neuen funkelnden Sachen stark verwirrt werden, da ja gar nicht mithalten können, und allein schon auf Grund von Angewohnheit immer Menschen haben müssen, die sie an der Hand führen. Ich sage dazu nur: immerhin leiden sie noch unter der Illusion, dass Menschen nette, hilfsbereite Wesen seien! Der Tag wird kommen, oder so..
Lösung des Problems: lasst sie zu ihren Kindern – oder Enkeln – gehen, und genau eine Frage stellen: „Zeig mir, wie ich mir selber helfen kann.“
Für Bonuspunkte kann man dann dem Helfenden noch eine kleine Entschädigung geben.

Die Moral von der Geschicht? towo frägt man besser nicht.

Ceterum censeo meum esse massagem.