Gedankenspiel Quellenforschung

Was wäre, wenn die Homöopathen die einzigen Nachlieferungen übermitteln?

Wie gut ist eigentlich so die Quellenprüfung bei der modernen Quellenforschung? [Eigentlich stand hier Archäologie, buy cialis aber das wäre ja nochmal ein Grad interessanter.]

Ich stelle mir gerade die Frage, weil man gerade wieder vermehr über so Unsinn wie Homöopathie liest. Heutzutage ist es schließlich trivial einfach, Schriften zu verfassen und zu publizieren, weswegen jeder Hinz und Kunz hingeht und seine geistigen Schwachsinnsergüsse veröffentlicht – nicht zuletzt in Blogs.

*hüstel*

Natürlich ist es auch inzwischen sehr billig, Gegenpositionen zu irgendwas aufzubringen. Selbst, wenn jemand weiß, daß der andere hanebüchenen Unsinn erzählt, so kann man heutzutage ohne großen Aufwand dies auch sagen.

Aber versetzen wir uns mal in eine Zeit zurück, wo dies nicht so trivial war. Zu den Zeiten, in denen es vom ökonomischen Aufwand keine Trivialität war, etwas zu publizieren, sondern eine merkliche Hürde.

Wenn also nun zu solchen Zeiten eine eher fanatische Subgruppierung meint, ihren Murks zu erzählen, aber jeder „vernünftige“ Mensch weiss, dass es Schwachsinn ist – würden sich die Leute dann nicht entscheiden, daß es Verschwendung von Zeit und Geld wäre, dagegen zu argumentieren?

Und wenn sich die Leute so entscheiden, kommen wir dann nicht im Endeffekt darauf hinaus, daß, anhand nur der direkt bezogenen Quellen betrachtet, die meisten „auffindbaren“ Quellen jene sind, welche Unsinn beinhalten? Man findet vielleicht in irgendwelchen Sekundärquellen Amusement über den Schwachsinn („Auf dem Markt letztens wollte ernsthaft jemand Schlangenöl verkaufen, aber wir haben ihn einfach alle ausgelacht bis er ging.“ in einem Brief, zum Beispiel), aber Primärquellen dazu?

Wie sehr differenziert und korreliert wird da? Schließlich bin ich hoffentlich nicht der erste, dem dieser Sachverhalt aufgefallen ist.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

Ein Gedanke zu „Gedankenspiel Quellenforschung“

  1. Das hat sich bis heute nur bedingt verändert; es kostet immer noch zumindest Zeit und Mühe, offensichtlichen Unsinn als solchen zu benennen oder gar im einzelnen qualifiziert zu widerlegen, wohingegen es deutlich weniger Mühe kostet, blühenden Unsinn zu produzieren. Deshalb bleiben Widerlegungen oft schlicht aus … nicht nur im Usenet oder anderen Foren.

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