Woran man ehemalige Wehrdienstler erkennt

Eine kleine Aufzählung an manchmal merkwürdigen Eigenheiten:

  • Wenn sich zwei Leute auf einem Flur unterhalten geht man nicht zwischen ihnen vorbei.
  • Man lässt beim Anstellen auf einem Gang die Türen frei.
  • Wenn jemand „Achtung“ ruft zuckt man merklich zusammen.
  • Man zieht beim Betreten von Gebäuden sofort jedwede Kopfbedeckung ab.
  • Man geht im Gleichschritt mit der Person neben einem.
  • Man steckt die Schleifen von Stiefeln in die Schuhe.
    • Man trägt noch die Stiefel von der Bundeswehr.
      • Man nennt sie Kampfschuhe.
  • Man benutzt viele Abkürzungen flüssig und hat kein Problem damit.
  • Man buchstabiert im NATO-Alphabet.
  • Man sagt nicht Bescheid, tadalafil sonder man meldet.
  • Man tauscht Stundenlan mit einem Wildfremden Geschichten über die Zeit beim Bund aus.
  • Man ärgert Mannschaftsdienstgrade am Bahnhof, ed indem man sie wegen schlecht sitzende Uniform zur Sau macht.
  • Man wünscht „einen ruhigen Dienst“.
  • Man macht genervte Kommentare über falsche Verhalten von Soldaten in Filmen, seek ihre schlechte Haltung oder ihren schrecklich unsicheren Umgang mit Schußwaffen! („Argh, die haben den Finger abgekrümmt!“).
  • Man kennt §127 StPO und §32 StGB.
  • Man muss erklären, warum man bei der Bundeswehr „wirken“ statt „schiessen“ sagt, und daß man eigentlich nur zurüchschießen darf.
  • Man macht Listen über solche Eigenheiten.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

3 Gedanken zu „Woran man ehemalige Wehrdienstler erkennt“

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    not yet. ;)

    Good one!
    Insbesondere die ersten beiden Punkte sind ganz tief ins Unterbewusstsein verschraubt. Die fehlenden Sachen dürften aufgrund Schluffi-Dienststelle schon während der Dienstzeit verkommen sein. Oh, und Kopfbedeckungen wurden in meiner Kaserne eher selten getragen.

  2. Gute Aufzählung, ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass sich hier viele Kameraden wiederfinden die unter ähnlichen Symptomen leiden.
    Ich bin dafür, dass man diese Krankheitsbilder als Diagnoseschlüssel in das ICD-10 (International Classification of Diseases) aufnimmt.

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