13. April 2009: Kopflose Hühner

Die meis­ten Leute, die gerade gewal­tig vom “ama­zon fail” reden, sind wie kopf­lose Hüh­ner, und sprin­gen nur dar­auf an, was ande­ren ihnen vor­ge­kaut haben.

So als Hin­weis für die, die es nicht bli­cken: nicht nur die omi­nöse GLBT-​​Gemeinschaft hat Pro­bleme, auch alle ande­ren Bücher (aus dem eng­li­schen Sprach­raum), die “adult” sind, haben ein Problem.

Gehen wir mal einen Schritt zurück. Eine Firma sperrt die “Wer­bung” von allen Bücher, die in ihrer Daten­bank als “jugend­ge­fähr­dend” ste­hen. Die Moti­va­tion dahin­ter? Man weiß es nicht. Aber sofort schreien alle Wolf und Ver­schwö­rung, wo –mit ande­ren Maß­stä­ben– die Bun­des­prüf­stelle für jugend­ge­fähr­dende Medien hier in Deutsch­land von Staats­seite aus Fir­men so etwas vorschreibt.

Und hier sagen wir nicht mal “ups, ist ein Versehen”.

In dubio pro reo, Leute.

Für alle, die jetzt nicht Bescheid wis­sen: die Googlesuche Thema "amazonfail".

P.S.: Das Kri­sen­ma­nage­ment von Ama­zon stinkt natür­lich auch, keine Frage.

Update:
Und wei­tere Spe­ku­la­tion die mich in For­mu­lie­rungs­hin­sicht stark schmun­zeln ließ, c/​o Netzpolitik: On Amazon Failure, Meta-Trolls, and Bantown, ein Arti­kel von Dely, wo er die Auf­merk­sam­keit dar­auf lenkt, daß das auch ein­fach nur ein Hau­fen Fun­dis sein könnte, die über Ostern gemein­schaft­lich auf “report this for abuse” geklickt haben könnten.

Update #2:
Ver­nünf­ti­gere und ruhi­gere Stimme zu dem Thema beim Women's Media Centre.

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