„… und n Kinder“

Über eine von der Nachrichtenbranche häufig absurd gebrauchte Phrase.

Warum, eigentlich, braucht man die Formulierung „darunter x Frauen und y Kinder“ in den Nachrichten?

Ich kann es noch verstehen, und nachvollziehen, daß man die Formulierung benutzt, wenn man eine Tat als besonders grausam hinstellen will. Wenn also wieder mal über Israel/Palästina berichtet kann man sowas erwarten.

Interessanterweise hört man bei Selbstmordanschlägen inzwischen nur noch „n Menschen wurden getötet“ als Nebensatz, ohne die Frauen und Kinder.

Aber: gestern hörte ich diesen Satz im Bezug auf das Erdbeben in Italien. Was macht er da bitte für einen Sinn? Ist der Textschreiber davon überzeugt, daß die Erde einen Gaia-Geist hat, der böswillig beabsichtigt, Menschen zu töten, um sich selbst zu erhalten? Sind wir hier in einem M. Night Shyamalan-Film?

Als eine Frage an auslandserfahrene Leser: Gibt es diese Unsitte auch andernorts, oder ist das wieder ’ne deutsche Eigenart?

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

2 Gedanken zu „„… und n Kinder““

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