Scheinwerfer

Wie eine neue Unsitte bei der Wahl des eigenen Straßenro­ßes den Verkehr gefährden kann.

In der Zeit, case for sale wo große, spritschluckende Riesenungeheuer von Automobilen nicht nur mit hochbewaffneten Menschen als Ladung durch Großstädte arabischer Länder oder mit einsamen, abenteuerhungrigen Fahrern durch unwegigstes Gelände preschen, sondern viel mehr auf normalen Straßen von technisch vollherausgeforderten, totalverängstigten Kindergartenmüttern als starkgepanzerte Puffer für die eigene Unfähigkeit zur korrekten Einhaltung der einfachen Richtlinien der StVO und des gesunden Menschenverstandes bezüglich des Straßenverkehrs und zur Maskierung eines generell bescheurten Fahrstils eingesetzt werden, gibt es eine ganz neue Art der Gefährdung des Straßenverkehrs: falsch eingestellte Scheinwerfer.

Bei normal falsch eingestellten Scheinwerfen (sprich: werkseitig den Scheinwerfer auf bodenparallele Abstrahlung justiert und danach von niemanden mehr angepackt worden) ist es schließlich nicht so sehr relevant, da die Scheinwerfer dann halt von irgendwo unterhalb der Sichtlinie hochstrahlen, und so keine besonders starke Reflektion im Innenraum haben. Wenn nun jedoch so ein Wagen, wo der Fahrer mit seinem Arsch ungefähr auf der Augenhöhe des Fahrers eines vernünftigen Wagens hockt, bedeutet das, daß sogar das Abblendlicht einfach gerade in den Raum reinstrahlt und man sich selber so fühlt, als wäre gerade die Sonne auf dem Rückgang aufgegangen.

Was das nun effektiv heisst: Sicht nach Hinten quasi nicht mehr vorhanden, Seitenspiegel nur noch beschränkt nutzbar, da sie auch mitgeblendet werden, und nach Vorne raussehen wird auch unschöner, denn man wird immer noch mindestens aus dem Augenwinkel von der Reflektion im Rückspiegel geblendet (oder, alternativ, im Seitenspiegel) geblendet. Fazit: Eine starke Einträchtigung, Behinderung bis Gefährdung des Straßenverkehrs, und das nur, weil Leute zu inkompetent sind, ihre Scheinwerfeneinstellungen zu überprüfen (denn LKWs blenden schließlich auch nur, wenn sie mal Fernlicht an haben).

Der Autor wird es zum Schutze seines Blutdruckes jetzt auslassen, über Xenonscheinwerfer und Fernlicht zu lästern.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

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