Raucherambulanz

Sie prägen die industrialisierte Landschaft dieses Landes, order ein Zeichen dafür, here daß trotz aller Bemühungen zum Wohle der Umwelt und der Gesundheit ultimativ sinnlos sind, wenn der Mensch selber solche Wahrzeichen der Verschmutzung zulässt. Wie sie in der Landschaft herumstehen, in den Himmel ragend und rauchend, eine sehr inspirierende Ansicht für viele. Sie sind sogar gesundheitsschädlicher als die Autos, die heute auf deutschen Straßen fahren. Die Rede ist von den fünf bis sechs Fuß hohen mobilen Pestträgern, den Rauchern.

Das Rauchen ist nach dem Alkohol des Deutschen beliebteste Droge, und in seinem Effekt ebenso ebenso verheerend. Sehr viele Leute entwickeln eine Sucht, was vor allem darin begründet liegt, daß es legal und inzwischen sogar sozial akzeptiert ist, zu rauchen.

Was nichts daran ändert das eine verdammte Schweinerei und Umweltbelästigung ist. Wenn die Leute Alkohol trinken oder einigere interessantere Drogen wie THC zu sich nehmen gefährden sie wenigstens nicht unmittelbar die Leute um sie drumherum. Raucher hingegen schädigen nachträglich ihre eigene Gesundheit sowie jene der ihn Umgebenden, und tun dies zunehmendst ohne die geringste Rücksicht auf die anderen Leute, die um sie herum unterweg sind.

So ergeht es einem zum Beispiel häufig an Straßenbahnhaltestellen. Der Mensch an sich hat ja im allgemeinen ein Problem damit, still zu stehen. Von daher bewegt man sich viel. Das Problem an der Sache ist … als Raucher bewegt man sich dann mit der Zigarette in der Hand. Und das nervt den gemeinen Nichtraucher, denn der wandelnde Schlot verfolgt einen dann ja quasi über die ganze Haltestelle. Es bleibt einem also nur die Flucht von der Haltestelle oder in die nächstbeste Bahn, in der Hoffnung, daß man an der nächsten Station problemlos umsteigen kann, ohne von Rauchern belästigt zu werden.

Natürlich ist nicht jeder wartende Raucher mobil; recht viele sogar sind stationär, von daher muß man höchstens einmal durch ihren Rauch laufen. Wenn man denn gerne steht; der gemeine Raucher setzt sich nämlich faul auf die Sitzgelegenheiten bei den überdachten Bereichen lang, wo sich der Rauch wunderbar ohne große Luftzirkulation zu einer Rauchglocke unterhalb der Decke ausbreitet. Ekelhaft. Und absolut asozial, da sich selten genug Raucher unter dem Dach zusammenrotten, um eine geschlossene Gesellschaft zu bilden, sondern einfach nur alle anderen dazu bringen, sich nicht hinsetzen zu können. Welches natürlich nicht angenehm ist, wenn man zum Beispiel zu der immer größer werdenden Ausnahme angehört, die lesen will, und dann dazu gezwungen wird, dies im Stehen zu tun.

Von daher: Rauchen sollte als BtM gehandelt werden und demgleich striktere Richtlinien implementiert sehen.

Ja, das ist eine Hasstirade.

Warum Bildung heutzutage so ein schweres Thema ist

Wir kennen sie alle, die ewige Debatte über die Bildung, wie viel oder wie wenig man braucht, bis zu welchem Grad sie frei sein kann (ein Thema, welches ich aus Rücksicht vor dem Trommelfell der Leserschaft nicht weiter ausweiten werden), wie man sie verbessern kann und warum sie so offensichtlich nicht wirkt.

Die Lösung der Frage ist eigentlich ganz einfach, absolut gesehen, nur kann man es als Politiker einfach nicht sagen: Die Erziehenden sind schuld, denn ihre Erziehung stinkt.

Und das ist auch schon die ganze Bombe. Wenn die Eltern heute ihren Kindern alles durchgehen lassen, keine echte Ahnung von Erziehung haben und alles verkorksen aus trotz, weil sie ja mit ihren eigenen Eltern eine so harte Zeit hatten und nicht die Reife erlangen, einzusehen, daß Erziehung auch mit Härte verbunden ist, ist es kein Wunder, daß man sich da ein besseres Rattenpack anstatt eines vernünftigen Bürgers an der Brust nährt.

Stelle man sich einmal vor, eine Katzenmutter zeigt ihren Kindern gar nichts. Sie sitzt faul rum, holt sich selbst Futter, und füttert die Kinder, wenn sie Hunger haben, zeigt aber sonst absolut kein Interesse. Was wird dann aus den Katzen? Wenn sie Glück haben, bringen sie es sich selber bei, ansonsten sieht’s schlecht aus. Mein Kater mußte zum Beispiel monatelang unserer anderen Katzen beim Putzen zugucken, bis er raushatte, wie er’s richtig macht. Gut, ich will jetzt nicht unterstellen, daß alle Eltern mit misratenen Kindern faule Arbeitslose sind, aber das Bild lässt sich halt nur schwer erweitern, da Katzen keine 40+-Stunden-Wochen mit Doppelbeschäftigung beider Elternteile haben. Aber es läuft alles auf eines hinaus: Mangelnde Erziehung.

So viel wir Menschen doch von uns halten, über unseren gesunden Menschenverstand reden, und sagen, daß die Kinder doch am besten Umgang mit anderen aus ihrer Alterklasse habe, so muß man sich klar machen, daß das, was man von Kindern des eigenen Alters lernt höchstens so wertvoll ist wie das, wodrauf das Kind selbst kommt. Richtige Werte und Ideale kommen von oben, so abwegig man es doch als Kind auch fand. Selbstillusion ist ein wohl bekannter Teil menschlicher Psyche.

Frau Hinterwaldbröhl-Niedereggenheimer kann so viel gackern wie sie will, und behaupten, daß Erziehung freundlich sein müßte, angepasst an das Kind und ja nicht zu überfordernd. Wenn man ein Kind nicht fordert passiert rein gar nichts. Das Kinder heute keine Fächer mehr beherrschen, für die sich nicht direkt interessieren, liegt einfach daran, daß man es ihnen durchgehen lässt. Wenn die Bratzen vom Unterricht am Gymnasium überfordert sind gehören sie da halt nicht hin. Wenn sie an der Realschule überfordert sind gehören sie auch da nicht hin. Menschen entwickeln sich, wenn sie belastet und von Aufgaben herausgefordert werden. Ein Mensch, der keine Herausforderung und keine Belastung hat, wird zu nichts.

Wenn sie dann an der Hauptschule immer noch Probleme haben, erst dann muß man sich mal gehörig damit beschäftigen. Aber nicht durch pädagogische Erleichterung der Schularbeit, sondern über einen Dialog mit Lehrer und Eltern, wo der Lehrer auch brauchbar feststellt, was bei dem Kind nicht klappt. Das heißt natürlich auch, daß Lehramtsstudenten mal endlich dazu gezwungen werden, in ihren Pädagogikvorlesungen zuzuhören, anstatt durch körperliche Anwesenheit die nötigen Scheine zu bekommen. Aber auch die Eltern sollten sich mal mit ihrem Kind beschäftigen. Und auch mal mit anderen Leuten drüber reden. Zum Beispiel den eigenen Eltern – die haben schließlich schon Erfahrung darin, egal, wie gut oder schlecht man war.

Erfahrung und Konsequenz, das zählt. Und nicht eine lockere Leine.