Brüllwürfel, viel zu kleine

Lästern über dumme Jugendliche in der Straßenbahn.

.. nicht zu verwechseln mit den kleinen Kläffkästen der Terrierklasse.

Das Semester trottet vor sich dahin, und mit dem Semester kommt die tägliche Kommune zur Universität. Viele Menschen drängen sich auf engen Raum zusammen, und versinken auf ihrem (normalerweise Steh-)platz in einen gedankenverloren Blick, der alles sucht, nur nicht die Bahn. Einige wenige gucken sich um, beobachten die vorbeirauschende Stadt. Einige lesen ihre Zeitungen oder ihre Bild, versuchen das charakteristisch rosane Papier der FAZ in ihrem aufs Minimalste reduzierten persönlichen Raum auszubreiten. Ein paar wenige Gesichter, die Aufgeschlossensten und Wachesten, beobachten die anderen Weggenossen.

Der Autor fand sich überrascht in der Erkenntnis, daß es während der vorlesungsfreien Zeit im Sommer offenbar akzeptabel geworden ist, mit dem „Handy“, jenes Gerät, welches sich von der Mobiltelephonie ab un der Mobilkakophonie zugewandt hat, seine Mitbürger zu terrorisieren. Deswegen hat man immer mal wieder, oft von autostigmatischen kleinen Kampfgören oder anderen untererzogenen Unterschichtlern, das blecherne Plärren eines Paares schlechter „Handy“-Brüllwürfel. Sie geben etwas, welches man früher mit größter Vorsicht und einem Mindestabstand von fünf Kilometern zum nächsten bewussten Lebewesen „Musik“ zu nennen vielleicht gedachte, heutzutage aber leider aufgrund demokratischer Mehrheit gegenüber einer sich höflich enthaltenden Menge leider schon an öffentlichen Plätzen die Kunst der Musik beschmutzt, wieder. Und das in einer Lautstärke, die von gezielter Asozialität oder einer totalen Ignoranz der Präsenz anderer erzählt.

Daher: Dear lazyweb, I’d like a mobile phone virus that just kills any media player software. Pretty please?