FTWCA Bürgerrechte

Die Vorboten der Intenet-Hausdurchsuchung.

Von Heise: „Verfassungsschutz soll auf Computer übers Internet zugreifen dürfen“

Konkret heißt es in der Gesetzesvorlage, seek dass die Verfassungsschutzbehörde folgende Maßnahmen anwenden darf: „heimliches Beobachten und sonstiges Aufklären des Internets, buy cialis wie insbesondere die verdeckte Teilnahme an seinen Kommunikationseinrichtungen beziehungsweise die Suche nach ihnen sowie der heimliche Zugriff auf informationstechnische Systeme auch mit Einsatz technischer Mittel.“

An sich ist das nichts neues, „da die Rechte des Verfassungsschutzes nicht erweitert, sondern nur transparenter gemacht würden„. Aber trotzdem sind sich die wenigsten Leute bewusst, was eigentlich in den Weiten des Internet tatsächlich passiert. Wer nicht selber für seine Privatsphäre sorgt, hat keine.

Daher:

  • Mails verschlüsseln, GnuPG nutzen!
  • Internetverkehr anonymisieren, z.B. mit tor.

Nachtrag (2006?9?1?): Bei Netzpolitik wird jetzt auch etwas zum Thema gesagt.

Risus gaudio

Gelächter gehört zu den Dingen, cheap die einen Menschen lebendig wirken lassen; wenn man einen Menschen nicht lachen sieht, try wirkt er kühl, und man wird nicht den Eindruck haben, daß er das Leben genießt. Selbst der diese Halde unterhaltende mieslaunige Lästermensch versteht sich gut darauf, zu lachen und Freude zu genießen. Ohne dies wäre das Leben eher trist, wenn auch ideal geeignet für die Rolle eines sehr melancholischen Protagonisten.

In Anbetracht des Draußen niederprassenden Regen erweitere ich Evas aktuelle Selbstbeobachtung über das Lachverhalten. Regen stimmt die meisten Leute düster, auch wenn die seit einiger Zeit anhaltende Nassphase nach dem überwarmen Sommer für viele eine angenehme Abwechslung ist. Aber auch diese Menschen mögen es dann nicht, herauszugehen, und durch das feuchte Erlebnis niederfallenden Wassers zu streiten.

Durch den Regen wird mehr oder weniger eine ganze Welt versperrt: Kinder können nicht mehr draußen spielen, und werden nach drinen verbannt; wenn jemand anderes noch etwas vorhat, überlegt er sich vielleicht noch, weil ihn der Regen stört; an den Straßenbahnhaltestellen drängen sich die Leute zusammen auf die kleine Fläche des Unterstandes, und geben ihren persönlichen Freiraum für einen Obdach von dem Regen auf. Ein interessantes Verhalten, so ist die Angst vor Nähe doch oft dominant, und nur für besondere Personen gibt der Mensch seine Freiheit auf, um einen gemeinsamen Obdach zu haben.

Kinder aber sehen nicht nur das Negative im Regen: schließlich kann man ja auch, mit Poncho und Gummistiefel bewaffnet, in den Regen raus. Die Eltern sehen das nicht gerne, aber lassen es zumindest gelegentlich durchgehen, denn die Kinder merken oft schnell, daß der Regen doch etwas unpraktisch ist, da er nur für dreckigere Kleidung sorgt. Dennoch versuchen sie es, denn sie sind immer noch interessiert daran, Sachen auszuprobieren, neue Sachen zu finden, um ihnen etwas Gutes abzugewinnen. So auch beim Regen.

Überhaupt verlernt man es im Laufe des Aufwachsens, Sachen zu schätzen. Wie viele Sachen hat man seit Kindstagen nicht mehr gemacht, da sie nach eigenem oder fremden Empfinden „kindisch“ sind? Man führe sich nur mal vor Augen, wann man seine letzte Kissenschlacht hatte – wenn das noch nicht all zu lange her ist, dann darf man sich einen glücklichen Menschen wähnen. Mit dem Alter kommen Erfahrungen, und wir wiegen so viele Erfahrungen ab, daß wir das Negative vor dem Positiven sehen, das Positive gar unter dem Negativen verschwindet. Man freut sich weniger über Alltägliches, denn man hat es schon oft genug erlebt, und nur stetig neues bleibt interessant.

Dabei gäbe es allen Grund, sich immer wieder über die Welt zu freuen:

Blink your eyes, and the world you see next did not exist when you closed them. Therefore, he said, the only appropriate state of mind is surprise. The only appropriate state of the heart is joy. The sky you see now, you have never seen before. The perfect moment is now. Be glad of it. (Terry Pratchett, Thief of Time)

Und doch lassen wir uns von einer einfachen Sache wie Regen die Suppe versalzen. Dabei bringt er doch auch so viel Postives: das gelbliche Gras, welches verbrannt und schwach auf der Erde niederlag, gewinnt neue Kraft und strahlt auf. Regen bringt Frische und Kühle in die Luft, die vielleicht schon ewig von drückender Wärme geplagt wurde. Oder, viel banaler: man muss nicht mehr den Hof kehren, denn es wird gerade eh alles weggewaschen. Eines meiner persönlichen Hauptargumente: der Regen bringt Regen. Es ist einfach nur schön, während eines schweren Regens das Fenster aufzuhaben und einfach nur zu lauschen, wie der Regen herniederfällt auf alle unsere Bauten, fortwährend und stetig.

Aber nicht nur bringt er eigens Postives mit – auch das Negative ist nicht immer das, was man meint. Der Regen verleitet viele dazu, in der Wohnung zu bleiben, weil es draußen unangenehm ist. Aber das ist doch auch etwas postives, denn nun kann man sich mal wieder den Sachen widmen, die der Volksmund „für ein verregnetes Wochenende“ aufhebt. Manchmal braucht man auch nur eine gute Ausrede, um sich mit dem oder den Liebsten im Warmen der Wohnung zu verkriechen und nichts zu machen. Es ist alles eine Sache der Auslegung.

Man darf sich einfach nur nicht vom Alter die Stimmung vermiesen lassen; es gibt vieles Schlimmes, klar, aber auch ebensoviel Gutes. Man muß nur den Mut haben, zu Lachen, anstatt zu resignieren und zu klagen. Also, nehmt euch den Regenmantel und Schirm, und folgt mir raus in den Regen; lasst uns tanzen.