Alter Hut?

Über die vermeintlich neue Ausnutzbarkeit sozialer Netzwerke.

Seit der Einrichtung von „sozialen Netzwerken“ geht eigentlich konstant das Gerücht um, cialis daß diese ganzen sozialen Netzwerke eigentlich nur gewaltige Datensammelmaschinen sind, welche zur Zwecken der Marktforschung und finstereren Ideen wie der Erstellung ausführlicher Kontaktprofile einzelner Individuen überhaupt erst ins Leben gerufen worden sind. Und sowas muß man sich wirklich fragen, denn wo liegt für die Betreiber solcher Seiten der Nutzen darin, wenn sie Menschen kostenlos solche Dienste zur Verfügung stellen?

Natürlich ist gerade seit Googles „Do no evil“-Politik eine von (vermeintlicher) Altruität geprägte Netzlandschaft entstanden, die Sachen tatsächlich nur zu dem Zwecke macht, um sie anderen zur Verfügung zu stellen, und dabei einfach einen gewissen Ruhm zu erlangen. Nur frägt sich doch immer im Hinterkopf, warum das denn alles kostenlos ist: Warum gibt es so viele Webseiten, die zum Beispiel kostenlos Blogs hosten? Natürlich biete nicht wenige davon Extrafeatures für Premiumkunden, und versuchen somit, die Leute in ein Abonnement zu locken, von dem sie dann doch noch Geld bekommen, aber dies ist nun ja nicht überall der Fall. Solch vermeintliche Sozialität sollte man immer skeptisch betrachten.

Und gerade bei so absolut kostenfreien Diensten wie Orkut (Teil von Google), MySpace oder Friendster ist hier also Vorsicht geboten: es besteht immer die Möglichkeit, daß es reine Datensammelmaschinen sind, die nur (wenn auch unter der Hand) Informationen an den höchsten Bietenden (oder zu einem Festpreis) weitergeben.

Andernorts stellt man Vermutungen darüber an, was für negative Folgen ein angeblicher Plan der NSA, solche sozialen Netzwerke nach Informationen zu durchforsten, haben kann: da die Authenzität der Informationen ja nur schwerlich geprüft werden kann, können bei Querverbindungen mit anderen Datenbeständen Informationen aus dem Datennichts auftauchen, die eigentlich gar nicht da sein sollten. Klingt wie in einem schlechten Science Fiction-Roman, kann aber sehr gut sein.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

Ein Gedanke zu „Alter Hut?“

  1. Wohl wahr. Andererseits müßten die Daten noch erheblich verifiziert werden, um sie sicher nutzen zu können. Nichts einfacher als Verbindungen aufzubauen, die nicht da sind bzw. die längst nicht so tief sind wie sie wirken…

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