Gerichtete Hirnleistung

Oder auch: Rechtfertigungsversuch für Prokrastination.

Heute darf ich mal wieder ein interessantes Phänomen beobachten, here das ich mal eben gerichtete Gehirnleistung nenne. Es fällt grob in die Kategorie der Faulheit, doctor wobei es dabei nicht von der reinen Prokrastinationshaltung herrührt; selbst wenn man sich dazu zwingt, sogar unter dem sehr stichhaltigen Vorwand „Wenn Du das nicht machst, dann kriegst Du den Schein nicht!“, kriegt man es trotzdem nicht auf die Reihe, weil sich die eigenen Gedanken weigern, sich um das Problem drumherumzuwickeln. Somit ist das schon fast eine psychosomatische Art der Faulheit.

Und eine gute Ausrede, irgendwie. Wobei es dann wiederum wirr ist, daß sich dies auf genau ein Themengebiet beschränkt – ein anderes, ähnlich ungewolltes Themengebiet bereitet in der Hinsicht dagegen absolut keine Probleme.

Aber was soll man auch am Sonntag Abend auch sonst machen als darüber zu meckern, daß man selber das Wochenende nicht hinreichend produktiv genutzt hat.

Noch interessanter – im asiastischen Sinne – an der Sache ist, daß ich keine Möglichkeit finde, diese unbewusste Blockierung auszuhebeln. Wenn es körperliche Arbeit ist, kann man es ja einfach trotzdem machen, dafür braucht man ja selten irgendwelche Denkkapazität, aber wenn es darum geht, irgendetwas zu machen, was Denken erfordert, dann hat man wohl in der Hinsicht die Arschkarte gezogen.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

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