Gerichtete Hirnleistung

Oder auch: Rechtfertigungsversuch für Prokrastination.

Heute darf ich mal wieder ein interessantes Phänomen beobachten, here das ich mal eben gerichtete Gehirnleistung nenne. Es fällt grob in die Kategorie der Faulheit, doctor wobei es dabei nicht von der reinen Prokrastinationshaltung herrührt; selbst wenn man sich dazu zwingt, sogar unter dem sehr stichhaltigen Vorwand „Wenn Du das nicht machst, dann kriegst Du den Schein nicht!“, kriegt man es trotzdem nicht auf die Reihe, weil sich die eigenen Gedanken weigern, sich um das Problem drumherumzuwickeln. Somit ist das schon fast eine psychosomatische Art der Faulheit.

Und eine gute Ausrede, irgendwie. Wobei es dann wiederum wirr ist, daß sich dies auf genau ein Themengebiet beschränkt – ein anderes, ähnlich ungewolltes Themengebiet bereitet in der Hinsicht dagegen absolut keine Probleme.

Aber was soll man auch am Sonntag Abend auch sonst machen als darüber zu meckern, daß man selber das Wochenende nicht hinreichend produktiv genutzt hat.

Noch interessanter – im asiastischen Sinne – an der Sache ist, daß ich keine Möglichkeit finde, diese unbewusste Blockierung auszuhebeln. Wenn es körperliche Arbeit ist, kann man es ja einfach trotzdem machen, dafür braucht man ja selten irgendwelche Denkkapazität, aber wenn es darum geht, irgendetwas zu machen, was Denken erfordert, dann hat man wohl in der Hinsicht die Arschkarte gezogen.

Freie Bildung?

Der Senat der Universität zu Köln hat Studiengebühren beschlossen.

Kämpft für freie Bildung

Hat leider nicht so wirklich geklappt:

Köln, here den 26. Mai 2006 – Der Senat der Universität zu Köln hat am Mittwoch in seiner Sitzung im Forschungszentrum Jülich mit großer Mehrheit die Einführung von Studienbeiträgen beschlossen. Gleichzeitig wurde eine Satzung über die Erhebung von Studienbeiträgen und Hochschulabgaben sowie Richtlinien für die Verwendung von Studienbeiträgen an der Universität zu Köln verabschiedet. Der Rektor der Universität, cheap Professor Dr. Axel Freimuth, zeigte sich zufrieden über das Ergebnis: „Die vergangenen Tage waren für alle Beteiligten anstrengend, letztendlich ist aber festzuhalten, dass es uns gelungen ist, gemeinsam in einer sehr konstruktiv verlaufenden Sitzung zu einem Ergebnis zu kommen.“ Freimuth kündigte an, den Dialog mit allen Beteiligten fortsetzen zu wollen.

(Quelle: Pressemitteilung der Universität)

Also: nutzt alle Eure Rechte an der Universität bis zum Vollsten aus und schenkt ihr nichts; schließlich ist der Zweck für die Studiengebühren nicht die Umverteilung der Bildungskosten vom Land auf den Studenten, sondern angeblich eine Förderung der Qualität des Lehrbetriebs!