25. Januar 2006: Japanischer Sexualtrieb in Wirren, (I)
Bei so einer Idee frage ich mich doch: Lachen, weinen, oder loben?
Ich schätze mal, daß nur in Japan solche Arten der “Therapie” einen großen Andrang haben. Was ich mich frage: hilft es wirklich? Das setzt ja voraus, daß die Leute die Selbstkontrolle haben, in der realen Bahn sich absolut still zu verhalten, weil sie sich ja nachher im Laden die Belohnung geben können.
Meines Erachtens wird sowas wirklich nur helfen, wenn die Leute erkannt haben, daß sie ein Problem haben, und auch bereit sind, sich dem Abzuhelfen. Aber wie viele der Leute, die nur noch einen hochkriegen, wenn sie andere in einer Bahn belästigen, werden sich wohl eingestehen, daß ihr Verhalten falsch ist, und dann auch noch gegen Geld (statt einer Sexualtherapie) ihre Lust in einem simulierten Zug herauslassen?
Wobei warscheinlich nicht wenige gerade-nicht-mehr-Jugendliche aus Jux und Dollerei sowas ausprobieren werden…

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die »Täter« sich das als Form der Therapie antun, sondern eher als konsequenzfreie Ersatzbefriedigung. Da müssen sie eben im Gegenteil zur realen Belästigung nicht damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommen.