Japanischer Sexualtrieb in Wirren, (I)

Simulierter Sex in der U-Bahn – das gibt’s nur in Ja-pan.

Bei so einer Idee frage ich mich doch: Lachen, ed weinen, oder loben?

Ich schätze mal, daß nur in Japan solche Arten der „Therapie“ einen großen Andrang haben. Was ich mich frage: hilft es wirklich? Das setzt ja voraus, daß die Leute die Selbstkontrolle haben, in der realen Bahn sich absolut still zu verhalten, weil sie sich ja nachher im Laden die Belohnung geben können.

Meines Erachtens wird sowas wirklich nur helfen, wenn die Leute erkannt haben, daß sie ein Problem haben, und auch bereit sind, sich dem Abzuhelfen. Aber wie viele der Leute, die nur noch einen hochkriegen, wenn sie andere in einer Bahn belästigen, werden sich wohl eingestehen, daß ihr Verhalten falsch ist, und dann auch noch gegen Geld (statt einer Sexualtherapie) ihre Lust in einem simulierten Zug herauslassen?

Wobei warscheinlich nicht wenige gerade-nicht-mehr-Jugendliche aus Jux und Dollerei sowas ausprobieren werden…

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

Ein Gedanke zu „Japanischer Sexualtrieb in Wirren, (I)“

  1. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die »Täter« sich das als Form der Therapie antun, sondern eher als konsequenzfreie Ersatzbefriedigung. Da müssen sie eben im Gegenteil zur realen Belästigung nicht damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommen.

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