Iehova, Iehova!

Ein dringend fehlender Sketch aus The Life of Brian.

Wer kennt sie nicht, die klassische Szene mit Kultcharakter aus Monty Pythons Life of Brian, wo es um die Steinigung eines Bettlers geht, welche in der römischen Provinz Judäa den Namen „Iehova“ spricht?

Warum, warum wünsche ich mir so dringend eine kleine Zusatzszene dazu, die zeigt, wie sich zwei römische Wachmänner unterhalten und — ähnlicht der „romanes eunt domus“-Szene — mit einem Dialog ähnlich diesem:

  • #1: Schon wieder einer dieser Juden, diese armen Spinner. Glauben wirklich, daß es nur einen Gott gibt.
  • #2: Aber man merkt ihnen ja an, daß sie in Wahrheit doch an mehrere Götter glauben. Immerhin geben die ihrem Gott ja tausend Namen.
  • #1: Tausende Namen?
  • #2: Na klar! Hast Du nicht gehört, was der eine da gerade eben sagte? Das ist schon wieder so einer, der nicht wusste, wie sein Gott hieß. Ich habe mal einen verhört, so einen angeblichen Geistigen von denen, und der schwor die ganze Zeit auf den Namen „Jahwe“.
  • #1: Ugh, da dreht sich einem ja die Zunge um. „Jahwe“, wer kann das denn bitte aussprechen? Aber ich dachte wirklich, er hieße Jehova!
  • Wachmann #1 wird von einem schweren Hinkelstein erschlagen.
  • #2: Nicht schon wieder. Das ist schon der Dritte in diesem Monat…

Warscheinlich war’s ihnen nicht politisch korrekt (Vorsicht, Modewort!) genug.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

Ein Gedanke zu „Iehova, Iehova!“

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