Interessante Kommilitonen (2)

Die Fortsetzung einer Saga

Die Langeweile schlägt zurück!

Nach dem Addendum zum vorigen Artikel dachte ich mir, ask dass der Mann sicherlich noch für viel mehr Monologstoff sorgen wird, also wird dies mehr oder weniger die erste Reihe von Beiträgen, die in unregelmäßigen Abständen veröffentlicht wird.

Es begab sich also, dass die Woche anfing. Vorlesungen fanden statt. Am Montag war ich leider mangels Einsicht nicht in der Lage, neue Sonderheiten in dem Verhalten unseres tollen Individiums zu bekommen, aber dafür bat sich heute dafür um so mehr Gelegenheit, denn er saß in der ersten Reihe.

Ich korrigiere, nullte Reihe. Die Sitze ohne Tisch davor, die an den Tischen der ersten Reihe des Hörsaals angebracht sind. Auf jeden Fall saß er ganz vorne, nachdem er denn schon zu spät ankam, in unmittelbarer Reichweite der Tafel und des Professors. Und laß in aller Seelenruhe eine Tageszeitung.

Nicht so, wie manch zurückhaltender Mensch in der Vorlesung Zeitung liest, auf ein Viertel gefaltet und auf den Tisch gelegt, nein: er hatte seine Zeitung auf halb gefaltet und auf den überkreuzten Beinen abgelegt. Und las, vollkommen unbeeindruckt von der Umgebung um ihn drumherum. Man koennte nun nicht gerade meinen, daß er in irgendeiner Art und Weise „seelenruhig“ las, sondern er war viel mehr ganz und gar emotional am Lesen. Komplett mit Fingerzeig auf Artikel und Bilder, verziert mit Grimassen und Mundbewegungen. Wie laut er vor sich hingemurmelt hat konnte ich ob der Entfernung nicht einschätzen.

Und zwischendurch immer mal wieder ein Bild mit der Kamera, ohne dem Professor je einmal zuzuhören. Er hat es bei mehreren Tafeln versäumt, sie rechtzeitig abzuphotographierne.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

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