Airsoft-Freaks

Kleine Lästerei über Airsoft-Idioten.

Selbst in unser heutigen eher friedfertigen Gesellschaft – mal abgesehen von den Leuten aus den Vereinigten Staaten, pill die alle Jubeljahre mal wieder einen Krieg anfangen, um in Form zu bleiben, oder sowas – ist das Militär als Maßnahme zur Sicherung des eigenen Staates unerlässlich. Das ist ein Fakt, was vielleicht nicht jedem gefällt, aber es ist nun mal so – selbst die neutrale Schweiz hat Soldaten.

Nun gibt es natürlich einige, die die Soldaten toll finden. Sei es, weil sie einfach nur gerne Soldaten spielen, oder ihnen der urtümlich Drang des Menschen zu Zerstörung inneliegt. So etwas sei ja auch akzeptiert, jeder braucht seine Beschäftigung – aber, bitte, man soll sich nicht mit dem Militär gleichsetzen. Wenn man militärisch sein will geht man bitte zur nächsten Rekrutierungsstelle und verpflichtet sich.

Was ich überhaupt nicht ausstehen kann: Gnadenlose Idioten, die meinen, dass sie mit ihren billigen, imitierten Airsoft-Waffen und militärisch aussehender Kleidung in die Überkategorie „Militär“ einzuordnen seien. Das ist einfach nur falsch.

Airsoft-Waffen mögen zwar in der Ausführung mit einer Geschossenergie von > 0.05 Joule nach dem Waffengesetz ob der Verletzungsgefahr als echte Schusswaffen gelten, aber im Kern ändert es nichts daran, dass alle dieser „Waffen“ schlicht und ergreifend Spielzeug sind. Schließlich kann man auch mit anderem Spielzeug verletzen, wenn man es einem anderen hart genug an den Kopf wirft. (Tipp: Rubikwürfel ziehen.)

Und deswegen finde ich es nicht im geringsten richtig, dass es Leute gibt, die sich versuchen, in pseudomilitärischen Uniformen, die sie sich aus einem Versandhandel (!) geholt haben, mit Airsoft-Waffen in der Hand sich vor die Linse einer Kamera begeben um dann in verschiedenen Posen der urtiefsten Selbstdarstellung zu fröhnen, und, noch schlimmer, das ganze dann zum Beispiel auf einer Webseite in einer Überkategorie „Militär“ zu stellen. Um genau zu sein ist das nicht nur nicht richtig, sondern brechreizerregend. Als Wehrpflichter habe ich nur einen Einblick in das Militärleben erhalten, aber ich kann mir vorstellen, dass es jedem echten Soldaten zuwider ist, dass sich solche Leute mit einem auf die selbe Stufe begeben wollen.

Im Endeffekt sieht sowas auch einfach nur dumm aus, insbesondere dann, wenn man nich weiss, wofür Knieschoner gut sind.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

2 Gedanken zu „Airsoft-Freaks“

  1. Also… ich verstehe die Aufregung nicht. Das ist laut Eigenangabe ein Spiel, was dort veranstaltet wird. Warum sollen sich die Leute nicht dazu passend verkleiden? Ich bezweifle stark, dass diese Leute sich als echte Soldaten sehen.

  2. Lass doch jeden spielen, was er will! Unsere Führung da oben spielt ja schliesslich auch „Wirtschafts Monopoly“ und dadurch sind ja wohl nachweislich mehr Personen zu Schaden gekommen als bei dem harmlosen Räuber-und-Gendarme Spielchen.

    Zu dem Bild: Schonmal drüber nachgedacht, dass die Spieler die Schoner nach dem Spiel nur deswegen um 90° gedreht haben, weil laufen auf die Weise weitaus bequemer ist? Wer keine Ahnung hat, sollte sich zu Themen äussern, über die er bBescheid weis und keine voreiligen Schlüsse ziehen.

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