Namensmißbrauch

Lästern über die Unfähigkeit zur Benutzung richtiger Nomenklatur anderer.

RSS ist den meisten ja bekannt als ein wunderbares Format, hospital welches es Leuten ermöglicht, tadalafil auf eine kompakte Art und Weise neue Inhalte von anderen Sternen von Webseiten und dergleichen zu bekommen.

Rein theoretisch, sickness fällt mir gerade ein, müsste man mal einen RSS-Feed zu einem Channel im IRC erstellen. Am besten mit Kategorien wie „joins“, „parts“, „quits“ und „messages“.

*irr kicher*

Egal. Zurück zum Thema. Nun ist dieses Format — etwas weniger bekanntlich — eine XML-Anwendung, was im Zweifelsfalle daran zu erkennen ist, dass der nächstbeste Feed mit einer Zeile wie <?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-15"?> beginnt.

Bei Protokollen hat sich prinzipiell ein Fakt durchgesetzt: das Protokoll wird in höheren Versionen nicht grundlegend verändert. Egal, wie lange man irgendein Protokoll überarbeitet und revidiert: im Endeffekt bleibt es immer das selbe. HTML bleibt eine SGML-Anwendung (wobei es jetzt zusätzlich auch noch eine XML-Anwendung durch die Einführung von XHTML ist), IRC bleibt ein textbasiertes Medium sehr spezifischen Aussehens, und CSS sieht auch jetzt noch so aus wie ganz am Anfang – all diese Protokolle wurden nur erweitert, niemals verändert.

Wenn ein Protokoll grundlegend verändert werden soll, dann nennt man es nicht mehr gleich. Wenn man sich die Ideen nimmt, die hinter dem Prinzip stecken, und vielleicht eine Bezeichnungen übernimmt, dann ist es nicht mehr das selbe Protkoll, sondern etwas völlig anderes. Wenn ich mir sage „hey, toll, so ein Porsche fährt schnell, aber er verbraucht viel Sprit, das muss man ändern“, und dann mir selber ein schnelles Auto mit niedrigem Spritverbrauch baue, kann ich es nicht einfach Porsche 2.0 nennen – und das sage ich nicht nur wegen dem Markenschutz.

Genau so gut kann man nicht einfach sagen, dass man ein Protokoll wie RSS nimmt, die Versionsnummer um eins erhöht, und dann aus der ehemaligen XML-Anwendung ein rein textbasiertes Protokoll macht. Und doch gibt es Leute, die sowas machen.

Sowas nennt man dann Namensmißbrauch. Oder auch „Ausnutzen der Popularität“. Oder schlichtweg Dummfug.

Nachtrag: Es wird sogar noch lustiger. So schreibt der Autor in seinem Weblog doch glatt:

„There’s been a lot of talk in the community about how RSS 2.0 is too complicated. I haven’t heard any objections, so I’m going to move ahead with the following changes that will result in RSS 3.0.“

Ich formuliere es mal um: „Einige Leute, die ich kenne, sind zu dumm, um XML oder RSS zu verstehen, und daher mache ich jetzt etwas gleichsam Dummes.“

Und sowas von einem Mann, der sich so egomanisch darüber auslässt, wie toll er doch ist, da er mit 14 bei der RDF Core Working Group war.

Autor: Tobias Wolter

Der Autor dieses Blogs fällt in die Kategorie jener seltsamen Menschen, die viel zu viel Zeit vor dem Computer verbringen, und ist somit auch in sozialer Hinsicht etwas anders gepolt als die meisten Menschen in dieser schönen neuen Welt, welche seine Heimat darstellt — daher auch der Titel des Blogs. Ganz dem Cliché folgend hat sich der Autor im Lauf seines Lebens schon einigen seltsamen Entscheidungen hingegeben, welche nicht ganz zeitgemäß scheinen, zum Beispiel den Verzicht auf eine gute Abiturnote zu Gunsten der eigenen Freizeit, die Ableistung des Wehrdienstes bei der Bundeswehr, im Gegensatz zur Annahme der Fluchtmöglichkeiten des Wehrersatzdienstes, und dem Studium der Mathematik an der Universität zu Köln. Zu finden ist er derzeit in Hürth bei Köln, wo er es immer noch nicht geschafft hat, durch exzessives Verlinken der Wikipedia sich sponsorn zu lassen.

Ein Gedanke zu „Namensmißbrauch“

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