Merkel und das Internet

Eins muss ich der Frau Bun­des­kanz­le­rin las­sen: sie hat ein prin­zi­pi­el­les Pro­blem erkannt, wel­ches man mal bespre­chen müsste.

Näm­lich die Tat­sa­che, dass es Dienste gibt, die echt davon pro­fi­tie­ren, eine Min­dest­band­breite zur Ver­fü­gung ste­hen zu haben, damit sie auch im Falle hoher Belas­tung des Pro­vi­ders funktionieren.

Wie das Inter­net bis­her läuft ist das eigent­lich an kei­ner Stelle ein Pro­blem — wenn Telematik-​​Dienste, die GPRS etc. nut­zen, plötz­lich nicht mehr lau­fen, ist das meist weni­ger ein Pro­blem, dass keine Band­breite mehr ver­füg­bar ist, son­dern dass die Netz­dienste ein­fach gene­rell abge­knickt sind.

Das Pro­blem besteht aber wei­ter­hin: es gibt einen rea­lis­ti­schen Bedarf daran, “Qua­lity of Ser­vice” zu gewähr­leis­ten. Bis­her wird das übli­cher­weise auf Pro­vi­der­ebene aus­ge­legt, was da wie zu hand­ha­ben ist. Dass hier nicht schon an man­cher Stelle Geld fließt ist unwahrscheinlich.

Also kommt ein Anmer­kung von der Bun­des­kanz­le­rin, im Rah­men von “Digi­ti­sing Europe”, einer Veranstaltung des Vodafone Instituts für Gesellschaft und Kommunikation. Sie merkt an, dass es “Spe­zi­al­dienste” gäbe, die eine gesi­cherte Ver­bin­dungs­qua­li­tät brau­chen, und das dies “gleich­ran­gig” mit dem freien Inter­net ste­hen sollte.

Und hier fällt die Argu­men­ta­tion kom­plett aus­ein­an­der — ins­be­son­dere weil man sich “über Netz­neu­tra­li­tät nicht zu unter­hal­ten [braucht], wenn die Kapa­zi­tä­ten nicht zur Ver­fü­gung stehen.”

Sowas von falsch.

Ja, es gibt einen Anwen­dungs­fall für Bezahl-​​QoS-​​Dienste.

Nein, sowas wie Video on Demand zählt nicht dazu (selbst wenn es aus dem BMWI laut FAZ anders lau­tet) und ist nich der Grund, warum die Dienste in Deutsch­land nicht vom Boden kom­men. Das ist der Urhe­ber­rechts­wahn Schuld, aber das Thema will man ja begraben.

Die wirk­lich ein­fa­che Lösun­gen wäre gewe­sen, wenn man fol­gen­den Vor­schlag gemacht hätte:

“Hey, Pro­vi­der — ihr macht einen sub­ven­tio­nier­ten Netz­aus­bau, und dafür dürft ihr X% von der neuen Band­breite ver­ti­cken wie ihr es wollt.”

Das wäre die IMHO beste Kom­pro­mis­lö­sung, die beide Sei­ten zufrie­den­stellt und für Bes­se­rung sor­gen würde!

Lei­der wird hier wei­ter­hin auf der Linie der fau­len Pro­vi­der wie der Tele­kom gere­det, die auf ihrem Netz sit­zen blei­ben weil es für sie kein Kos­ten­punkt ist, son­dern tat­säch­lich eine Gewinn­quelle (cita­tion nee­ded, aber: letzte Meile, Sub­ven­tio­nie­rung, sie las­sen sich für Pee­ring bezahlen).

Und das kann so nicht hin­ge­nom­men wer­den. Set­zen, fünf plus.

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